Sesam

Sesam


Definition:

Sesam ist eine einjährige Ölpflanze, die in Süd- und Mittelamerika, Afrika und Indien wächst. Sie bildet Kapseln, die in der Reifezeit aufspringen und ihre kleinen Samenkörner in die Umgebung versprühen. Sesamkörner enthalten bis zu 50 Prozent Öl und 20 Prozent Eiweiß mit vielen essentiellen Aminosäuren, außerdem wichtige B-Vitamine, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Folsäure. In Sesam findet sich zudem das entzündungshemmende Niacin.

Meist kommt brauner Sesam in den Handel. Schwarzer Sesam ist die Urform. Er schmeckt kräftiger und aromatischer.

Verwendung:

Die ganzen Samen werden gerne für Backwaren und Müsli verwendet, zu Brotaufstrichen oder dem Würzmittel Gomasio (geröstetem und mit Meersalz gewalztem Sesam) verarbeitet sowie zu Sesamöl gepresst.

Sesam bereichert die asiatische und orientalische Küche, in Marinaden und Backwaren sowie geröstet auf Gemüsegerichten oder Reis.

Konventionelle Produkte:

Sesam hat die Eigenschaft, Schwermetalle aus dem Boden aufzunehmen. Das ist besonders problematisch, wenn mit Klärschlamm oder Gülle aus konventioneller Tierhaltung gedüngt wird.

Zum Entschalen sind chemische Lösungsmittel üblich. Das geht auf Kosten des Nährstoffgehalts.

Biologische Produkte:

Bio-Sesam stammt aus Bolivien und Paraguay, Indien und Pakistan, Ägypten oder Äthiopien. Ob braun oder schwarz, meist kommt er ungeschält in die Tüte, mal natur, mal geröstet. Er wird zu Öl verarbeitet, zu Sesammus (Tahin) und süßer Sesamcreme, selten auch zu Mehl gemahlen. Weitere klebrige Köstlichkeit: Sesam-Krokant-Schnitten.

Tip:

Sesam zählt zu den 14 wichtigsten Allergenen und muss EU-weit auf dem Etikett ausgewiesen werden.