Seitan


Definition:

Seitan ist eine asiatische Spezialität, die auf Weizeneiweiß (Gluten) basiert. Die Glutenmasse wird bei uns wegen ihrer fleischähnlichen Konsistenz als Fleischersatz geschätzt. Sie enthält kein Cholesterin und fast kein Fett.

Geschichte:

Seitan gehört seit Jahrhunderten zur traditionellen Küche Asiens. Vegetarisch lebende Mönche sollen dieses Nahrungsmittel erstmals hergestellt und verbreitet haben.

Herstellung:

Mit Vollkornweizenmehl und Wasser wird ein Teig geformt, den man in warmem Wasser knetet. Dabei geht die Getreidestärke ins Wasser über, das dann abgegossen wird. Wiederholt man diesen Prozess einige Male, bleibt eine gummiähnliche, geschmacklose Masse aus dem Klebereiweiß Gluten übrig. Die wird in einem Sud mit Sojasoße, Algen und Gewürzen gekocht.

Verwendung:

Seitan ist ein guter Fleischersatz in Pfannengerichten und für Hackfleisch. Er lässt sich auch dämpfen oder fritieren.

Konventionelle Produkte:

In der industriellen Lebensmittelproduktion wird die Glutenmasse unter anderem als Käseersatz auf Tiefkühlpizza und als “Klebefleisch” für sogenannte restrukturierte Steaks verwendet.

Biologische Produkte:

Getreide aus kontrolliert-biologischem Anbau. Meist als Frischprodukt in Folie verschweißt, auch getrocknet in der Packung zu haben. Verarbeitet führen ihn Naturkost-Läden zum Beispiel als Bratenstück, Aufschnitt, Gulasch oder Würstchen.

Tip:

Menschen, die Gluten nicht vertragen, sollten Seitan meiden.