Babykost

mit bestem Wissen & Gewissen

Richtige Kinder-Ernährung beginnt bereits vor der Geburt. Vollwertiges Essen aus Bio-Lebensmitteln versorgt den Organismus der Schwangeren mit allem was er braucht. Während der Stillzeit erhält das Baby alles Lebensnotwendige mit der Muttermilch.

Im Alter von fünf bis sechs Monaten steigert sich der Energie- und Nährstoffbedarf des Kleinkindes. Die im Mutterleib angelegten Reserven – zum Beispiel Eisen – sind aufgebraucht. Jetzt wird das Stillen Schritt für Schritt durch Beikost ergänzt. Es stellt sich die Frage
„Selbermachen oder Kaufen?“ Auf jeden Fall sollten Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft verwendet werden. Sie enthalten weniger Schadstoffe als konventionelle Babynahrung.

Babys und Kinder sind in dieser Hinsicht besonders empfindlich, da ihr Körper viel kleiner ist und sich noch entwickelt.

Die Qualität der Baby- und Kindernahrung ist mit entscheidend für die körperliche Gesundheit und die geistige Entwicklung. Die Eltern übernehmen hierfür die Verantwortung indem sie von Anfang an auf gesunde Mahlzeiten aus ökologisch angebauten Zutaten achten.

Der Ernährungsplan für das erste Jahr

Hier einige Grundrezepte, die Sie nach und nach variieren können:


Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung Bis zum 5. Monat


Gemüse-Kartoffelbrei

Ab 5.–6. Monat

  • 100g Gemüse (z.B. Möhren, Kohlrabi)
  • 50g Kartoffeln
  • 1 EL Keimöl oder Butter
  • eventuell 20g Fleisch

Gemüse und Kartoffeln waschen, schälen und grob zerkleinern. In wenig Wasser dünsten, zerdrücken oder pürieren und Öl oder Butter zugeben. Bei Bedarf Fleisch ebenfalls dünsten und pürieren.

Zum Eingewöhnen diese Löffelmahlzeiten zunächst nur mit Karotten ohne Kartoffeln bereiten.


Vollmilch-Getreide-Brei

Ab 6.–7. Monat

  • 150–200 ml Vollmilch
  • 12–15g (1 EL) fein gemahlenes Getreide
  • 3–4 EL Obstsaft

Vollkornmehl mit etwa der Hälfte der Milch verrühren, aufkochen und unter ständigem Rühren zwei Minuten kochen. Abkühlen lassen, restliche Milch und Obstsaft einrühren.


Getreide-Obst-Brei

Ab 7.–8. Monat

  • 15g (1 EL) fein gemahlenes Getreide
  • 130 ml Wasser
  • 10g Butter
  • 100g Obst (Äpfel, Birnen)

Vollkornmehl mit Wasser verrühren, aufkochen und unter ständigem Rühren zwei Minuten kochen. Etwas abkühlen lassen. Obst fein reiben oder pürieren und zugeben.


Vollkornbrot aus fein gemahlenem Getreide

Ab dem 9. Monat


Frischkost aus fein geriebenem oder püriertem Gemüse und Obst

Ab dem 10. Monat


Frischkornzubereitungen

Zunächst aus sehr fein gemahlenem Getreide, frühestens ab dem 2. Lebensjahr


Gesundheit!

Die Belastung der Muttermilch mit Pestiziden ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Diese Stoffe sind so problematisch, weil sie sich über Jahrzehnte im Fettgewebe anreichern und mit der Muttermilch an das Baby abgegeben werden. Am rückstandsärmsten ist eine lakto-vegetarische Ernährung oder eine mit wenig Fleisch. Trotz der vorhandenen Schadstoffe in der Muttermilch empfehlen Kinderärzte das Stillen als optimale Babynahrung. Muttermilch ist für die Bedürfnisse der ersten Lebensmonate ideal zusammengesetzt.
Sie schützt das Kind vor Infektionen, weil sie Antikörper der Mutter enthält. Auch das Risiko, Allergien zu entwickeln, ist bei Brustkindern geringer. Die hautnahe Beziehung von Mutter und Kind schafft darüber hinaus Geborgenheit und ist für die seelische Gesundheit des Kindes wichtig.

Eisen ist essentiell für die Entwicklung des Gehirns. Muttermilch ist die optimale Eisen-Quelle. Andere wichtige Eisenlieferanten sind: Fleisch, Eigelb, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und dunkelgrüne Gemüse wie Spinat. Achtung: Kuhmilch hemmt die Eisenaufnahme, Vitamin C fördert sie. Deshalb zum Essen keine Milch, sondern Säfte und Früchte reichen.

Familien mit Allergiekranken sollten besonders auf die Ernährung des Säuglings achten und mögliche allergene Lebensmittel wie Kuhmilch eher später anbieten oder ganz darauf verzichten. Die Kinder sollten am besten bis zum sechsten Monat voll gestillt werden. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten und –allergien ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen.
Auch eine kompetente Ernährungsberatung ist sinnvoll.

Selberkochen oder Gläschen?

Babys sind besonders empfindlich gegenüber Schadstoffen. Die gesetzlichen Vorschriften für den Nitratgehalt der Säuglingsnahrung sind deshalb streng. Konventionell angebautes Gemüse hat häufig höhere Nitratwerte. Wer selber kocht, sollte auf jeden Fall Biogemüse verwenden und nitratreiche Sorten wie Spinat nur sparsam einsetzen.

Gläschen müssen nicht unbedingt gemieden werden. Wegen der strengen gesetzlichen Vorschriften und der hohen Öko-Standards ist Gläschen-Kost in Bio-Qualität besonders empfehlenswert. Achten Sie darauf, daß der Inhalt den Empfehlungen für das jeweilige Lebensalter entspricht. Auch wer ungern zu Fertignahrung greift, wird gerne mal ein Gläschen kaufen, wenn die Zeit knapp oder die Familie unterwegs ist.

Was gibt’s im Naturkostladen?

Baby-Nahrung aus dem Naturkostladen wird aus ökologisch angebauten Zutaten hergestellt. Sie finden hier Produkte für jedes Alter und für jede Mahlzeit und sicherlich auch für jeden Geschmack.

Bio-Säuglingsmilchnahrung versorgt Babys mit allem Notwendigen, wenn Stillen nicht möglich ist.

Frisches Gemüse und Obst, Kartoffeln, Getreide, Milch, Milchprodukte und Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft bilden die Grundlage für die selbstgekochten Babymahlzeiten.
Im Ladenregal finden Sie die verschiedensten fertigen Gemüsezubereitungen von Karottenmus über Gemüseallerlei bis hin zur Juniorkost mit Mischgemüse und Vollkornnudeln. Obst gibt es entweder
solo oder mit Getreide zum Beispiel Apfel mit Naturreis oder Birne mit Hafer. Bei Breien für Kinder ab dem 5. Monat haben Sie die Qual der Wahl. Fürs Fläschchen eignen sich Hafer- und Vollkornnahrung sowie Reisschleim, für Frischmilchzubereitungen Dinkel-, Hafer- und Hirse Breie. Babys mit Milchallergie bekommen Breie für die Zubereitung ohne Milch. Müslis und Getreideflocken für Kinder sind sehr vielfältig: Vollkorn-Babymüsli, Kinder-Früchte-Müsli, Naturreis- oder Haferflocken. Diverse Obst- und Gemüsesäfte bringen Abwechslung beim Trinken und liefern dazu noch wertvolle Vitamine.

Spezial zusätzliches Trinken

Gestillte Kinder erhalten mit der Milch ausreichend Flüssigkeit. Ist das Baby älter und nimmt mehr feste Nahrung zu sich, benötigt es mehr Flüssigkeit. Wasser – stilles Mineralwasser mit der Bezeichnung „für die Säuglingsernährung geeignet“ oder abgekochtes,
nitratarmes Leitungswasser – ist der beste Durstlöscher. Tees aus Früchten oder Kräutern sind ebenfalls gut geeignet. Kleine Mengen an Fruchtsaft können zugegeben werden. Instanttees enthalten viel zu viel Zucker, begünstigen Karies und Übergewicht und sind nicht empfehlenswert.

Einkaufs- & Lagertipp

  • Kaufen Sie frisches, saisonales Bio-Gemüse in größeren Mengen ein. Bereiten Sie daraus die Baby-Beikost und frieren Sie diese portionsweise ein.