Aromaöle

Naturkost-ABC:
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auch ätherische Öle. Pflanzliche Öle, die je nach Herkunftspflanze bestimmte Duftstoffe enthalten. Sie unterscheiden sich aber von fetten Ölen (zum Beispiel Sonnenblumenöl) dadurch, dass sie vollständig verdampfen (ätherisch heißt auf deutsch flüchtig, leicht verdampfend) und auf Papier keinen charakteristischen Fettfleck hinterlassen – man nennt sie deshalb auch trocknende Öle. Dies ist auch eine einfache Methode, um zu überprüfen, ob ein ätherisches Öl mit einem so genannten “fetten” Öl verschnitten wurde.

Naturbelassene Öle werden direkt aus Pflanzen, mittels Wasserdampfdestillation, Extraktion mit unterschiedlichen Lösungsmitteln oder Kaltpressung (vor allem die Zitrusöle) gewonnen. Sie setzen sich wiederum aus mehreren hundert einzelnen Substanzen zusammen. Bis auf die Zitrusöle, die nur max. zwei Jahre haltbar sind, können die meisten ätherischen Öle jahrelang aufbewahrt werden. Ein gutes Rosen- oder Sandelholzöl kann wie ein sehr guter Wein im Laufe der Zeit immer reifer und besser werden.

Werden in Kosmetik, zur Raumluftverbesserung und zur Therapie bei körperlichen und seelischen Beschwerden eingesetzt.

  • Es gibt Natürliche Öle. Sie bestehen aus mehreren naturreinen Komponenten, werden also nicht zu 100 % aus der namensgebenden Pflanze gewonnen. D.h. ein Lavendelöl kann mit einem billigeren, anderen naturreinen Öl vermischt werden und wird dann als natürliches Öl bezeichnet. Für aromatherapeutische Zwecke sind solche ätherischen Öle nicht geeignet, da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen können.
  • Naturidentische Öle werden künstlich hergestellt und miteinander vermischt, sie entsprechen in ihrer chemischen Struktur den natürlichen Vorbildern, so dass sie wie natürliche Öle riechen. Allerdings haben sie keine Wirkung auf Körper, Geist und Seele. So besteht ein naturidentisches Rosmarinöl aus ca. 11 chemischen Bestandteilen, während das naturbelassene ätherische Öl ca. 150 Inhaltsstoffe hat.
  • Künstliche Öle besitzen kein natürliches Gegenstück und werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften hergestellt. Gesundheitlich sind viele umstritten, vor allem da sie sich im Fettgewebe des Organismus anreichern und hormonähnliche Wirkungen besitzen können.

Achtung:

Seit März 2005 müssen europaweit 26 Duftstoffe benannt werden, die Allergien auslösen können. Die Liste der 26 Duftstoffe umfasst sehr unterschiedliche Kandidaten: Stoffe, die als Allergene sehr wirksam sind, aber auch solche, die als Auslöser von Allergien kaum eine Bedeutung haben.