Aubergine

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Ursprünglich glichen Auberginen in Form, Größe und Farbe einem Hühnerei und wurden daher auch „Eierfrüchte“ genannt. Kaum bekannt ist, dass sie schon seit Jahrhunderten in Indien sowie China und Japan verwendet werden. Bei uns rechnet man sie eher der mediterranen Küche zu. Dabei werden sie möglichst nicht gedünstet oder gekocht, denn ihr angenehm nussiges Aroma entfaltet sich am besten durch Fritieren, Grillen oder Anbraten in Olivenöl. So zubereitet eignen sie sich zum Beispiel für Vorspeisenplatten. Oder aber sie werden nach dem Anrösten gebacken und geschmort und dabei unter anderem zum typisch griechischen Auberginenmus, zu Moussaka oder Ratatouille verarbeitet.

Auberginen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und können Solanin enthalten, das erst bei Hitze zerfällt. Sie sind daher für den Rohgenuss nicht geeignet. (Wegen dieses Gifts nannten die Italiener sie Melanzane, „kranker Apfel“. – Unter dieser Bezeichnung findet man sie auch auf Österreichs Märkten.)Um etwaige den Geschmack beeinträchtigende Bitterstoffe auszuschwemmen, salzt man die Scheiben vor der Zubereitung leicht, oder beträufelt sie mit Zitronensaft und saugt den austretenden Saft nach einer halben Stunde mit Küchenpapier auf. Willkommener Nebeneekt der Prozedur: Das so vorbereitete Fruchtfleisch nimmt beim Braten weniger Öl auf.

Anbau:

Auberginen sind einjährige Nachtschattengewäch-se, werden bis zu einem Meter hoch und brauchen Wärme um zu fruchten. Sie sind empfindlich gegen verschiedene Schädlinge wie Mehltau oder Läuse und vertragen keinen Frost, daher dürfen sie nicht zu früh ausgepflanzt werden. In Freilandkulturen werden die Pflanzen meist auf etwa 40 Zentimeter zurückgeschnitten, damit sie buschig wachsen und nicht festgebunden werden müssen. In unseren Breiten kommen dafür allerdings nur sehr milde Regionen in Betracht, in denen etwa auch Wein gedeiht. Im deutschen wie auch im niederländischen Ökolandbau wird die Aubergine hauptsächlich im Gewächshaus kultiviert und dort ähnlich wie Tomaten meist an Schnüren gezogen. Gute Erträge ergeben auf Tomatenunterlagen veredelte Pflanzen.

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