Ausmahlungsgrad

Naturkost-ABC:
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gibt in einer Prozentzahl an, wieviel Mehl aus den Getreidekörnern gewonnen wurde.

Bei einem Ausmahlungsgrad von 65 Prozent werden aus 100 Kilogramm Getreide 65 Kilogramm Mehl gewonnen. Die restlichen 35 Prozent des Getreides, die nicht verwendet wurden, sind Schalenteile und Keimlinge. Ein niedriger Ausmahlungsgrad zeigt an, dass hauptsächlich der Mehlkörper – also die Stärke vermahlen wurde. Solche Mehle enthalten sehr viel weniger Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe als hochausgemahlene.

Je höher der Ausmahlungsgrad, desto mehr sind Anteile vom ganzen Korn und damit Nährstoffe enthalten. Vollkornmehl hat einen Ausmahlungsgrad von 100 Prozent.

Der Ausmahlungsgrad steht in enger Verbindung mit der Mehltype. Sie gibt an, wieviel Mineralstoffe im Mehl enthalten sind. Weizenmehl der Type 405 enthält in 100 Gramm Mehl nur 405 Milligramm Mineralstoffe. Type 550 enthält mehr Schalenanteile und kommt auf einen Gehalt von 550 Milligramm pro 100 Gramm.

Je höher der Ausmahlungsgrad, desto höher die Mehltypenzahl und umgekehrt. Weizenmehl mit der Typenbezeichnung 405 ist demnach ein niedriger Ausmahlungsgrad, das Mehl besteht hauptsächlich aus Stärke. Vollkornmehle tragen keine Typenzahl, da sie immer sämtliche Kornbestandteile enthalten.