Azofarben

Naturkost-ABC:
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Azofarbstoffe bilden die größte Gruppe der synthetisch hergestellten Farben. Deren Ausgangsstoff, Anilin, wird aus Erdöl gewonnen. Azofarben werden sowohl in Lebensmitteln als auch in Kosmetika eingesetzt. Mit einem Unterschied: Bei Kosmetika dürfen sich Hersteller der ganzen künstlichen Farbpalette bedienen, während in der Lebensmittelindustrie viele Azofarbstoffe verboten sind. Einige von ihnen stehen im Verdacht, aromatische Amine freizusetzen, die wiederum als krebserregend beziehungsweise giftig eingestuft werden. Viele Azofarbstoffe haben außerdem den Ruf, Allergien auszulösen, sowie am hyperkinetischen Syndrom (Zappelphillip) beteiligt zu sein.

Azofarbstoffe wurden und werden teilweise noch heute in der Textil- und Lederindustrie verwendet. In Deutschland sind viele Azofarben seit 10 Jahren verboten. Seit einigen Jahren gilt außerdem ein EU-weites Import- und Verkaufsverbot von Bekleidung und anderen Bedarfsgegenständen die Azo-Farben enthalten (geringe Grenzwerte werden toleriert).

Dennoch werden bei Kontrollen immer wieder verbotene Azofarben gefunden. Insbesondere schwarz gefärbte Textilien können sie enthalten. Das Risiko ist bei Texilien aus Nicht-EU-Ländern größer als bei in Europa erzeugter Ware.

Zertifzierte Naturtextilien sind garantiert frei von Azofarben.