Chlorierte Kohlenwasserstoffe

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gefährliche Umweltgifte, die vor allem im Wasser, in der Nahrung und in der Luft vorkommen. Es handelt sich um organische chemische Verbindungen, die ein oder mehrere Chloratome enthalten. Sie haben große industrielle Bedeutung als Ausgangsprodukt für Kunststoffe wie zum Beispiel Vinylchlorid zur Herstellung von PVC oder als synthetische Lösungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Einige von ihnen werden zu den besonders gefährlichen Umweltgiften gerechnet. Ihr Gefährlichkeit erklärt sich durch drei Eigenschaften: Sie sind chemisch stabil und werden nur sehr langsam abgebaut, sind gut Fett löslich, speichern und konzentrieren sich deshalb im Fettgewebe, auch in der Muttermilch. Zudem sind sie giftig. Bei einigen chlorierten Kohlenwasserstoffen ist der Nachweis erbracht, daß sie krebserregend wirken. Ausserdem können sie das Erbgut verändern. Gefährdungspotentiale durch chlorierte Kohlenwasserstoffe liegen vor allem in chemischen Reinigungen, Holzschutzmitteln, Klebern, Kunststoffen, Farben, Lösemitteln und in Schädlingsbekämpfungsmitteln.