Fruchtfolge

A B

Ist die jährlich wechselnde Abfolge des Anbaus von Feldfrüchten auf einem Acker. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge ist Voraussetzung für einen gesunden Boden. Jede Pflanze hat ihre charakteristischen Schädlinge und Beikrautbewuchs. Mit einer einseitigen oder gleichbleibenden Fruchtfolge wie im konventionellen Landbau üblich werden die Schädlinge und Unkräuter langfristig gefördert.

Konventionelle Landwirtschaft

Der konventionelle Landbau verzichtet Gunsten ertragreicher auf dem Weltmarkt gefragter Getreidesorten auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge. Die dadurch wachsende Bodenunfruchtbarkeit und den Schädlingsbefall gleicht sie mit chemisch-synthetischen Düngemitteln und Pestiziden aus. Eine konventionelle Fruchtfolge besteht meist nur aus Gersten – Weizen – Mais in immer wiederkehrendem monotonen Wechsel oder sogar über Jahre in gleichbleibenden Monokulturen. Die Ermüdung des Bodens macht sich langfristig – nach 10 bis 20 Jahren – bemerkbar.

Kontrolliert-biologischer Anbau

Der Ökologische Landbau setzt auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, die den Boden mit Stickstoff versorgt und den Boden nicht einseitig auslaugt. Sie reduziert aufgrund der Vielseitigkeit die Ackerbeikräuter und die Schädlingspopulation. Die Fruchtfolge richtet sich nach Klima und Bodenverhältnissen und geht auf alte ackerbauliche Erfahrungen zurück. Stickstoffbindende Leguminosen und Hackfrüchte bilden einen wichtigen Bestandteil in dieser Fruchtfolge. Getreide soll nicht öfter als 2 mal, maximal 3 mal hintereinander auf dem selben Feld angebaut werden. Die Planung eines Bio-Landwirts für den Ackerbau berücksichtigt die Fruchtfolge für viele Jahre im voraus. Diese kann zum Beispiel so aussehen:

  • 1. Jahr: Weizen
  • 2. Jahr: Hackfrucht (Möhren, Rote Bete, Kartoffeln, Futterrüben, Weißkraut, Rotkraut)
  • 3. Jahr: Roggen
  • 4. Jahr : Hafer
  • 5. Jahr: Rotklee (Gründüngung/Viehfutter)
  • 6. Jahr: Weizen
  • 7. Jahr: Hackfrucht (s.o.)
  • 8. Jahr: Weizen
  • 9. Jahr: Roggen
  • 10. Jahr: Luzerne
  • 11. Jahr: Luzerne
  • 12. Jahr: Abfolge beginnt wieder von vorne