Gelée Royale

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auch Weiselsaft. Das französische Wort hat sich als Bezeichnung für den Futtersaft durchgesetzt, den die Arbeitsbienen zwischen dem sechsten und zehnten Lebenstag in ihren Oberkiefer- und Schlunddrüsen bilden. Ähnlich der Muttermilch der Säugetiere enthält das Sekret alles, was die Bienenlarve für ihre gesunde Entwicklung braucht. Während aber normale Bienenlarven den Weiselfuttersaft nur drei Tage lang als Kraftnahrung bekommen und dann auf Honig und Pollen umsteigen, ernährt sich die Bienenkönigin von Gelee Royale auch nach dem Schlüpfen ein Leben lang. Derart bevorzugt, kann sie bis zu fünf Jahre alt werden und täglich rund 2.000 Eier legen, eine gewaltige Leistung.

Er besteht zu 25 Prozent aus Wasser, 12 bis 31 Prozent aus Eiweiß sowie aus Kohlenhydraten (15 Prozent) und verschiedenen Lipoiden. Für die viel beschworene Heilkraft scheinen aber die in geringeren Mengen vorkommenden Begleitstoffe bedeutsamer. Dazu zählen unter anderem die Vitamine B1, B2, B6 und B12, Folsäure, Ascorbinsäure, Biotin, Phosphor und diverse Spurenelemente. Auch Acetylcholin, Cholinesterase und 22 freie Aminosäuren spielen wohl eine Rolle. Er wird von vielen Menschen als Gesundheitselixier geschätzt und soll stärkend und anregend wirken. Problematisch ist die Gewinnung in industriellem Stil, bei der massiv in das Gleichgewicht des Bienenstocks eingegriffen wird. Meist kommt er aus China, sehr selten gibt es Bio-Ware aus deutschen Landen. Manche Imker lehnen die kommerzielle Gewinnung von Gelee Royale aus ökologischen Gründen ab.