Mottenschutz

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chemischer Mottenschutz gefährdet die Gesundheit. Permethrin – ein gängiges Mottenschutzmittel in Teppichböden – kann beispielsweise in Teppichböden aus Wolle stecken. Alternativen sind Lavendelkissen, Kampfer oder Zedernholzplättchen sowie Mottenfallen mit Lockstoffen. Natürlichen Mottenschutz mit Lavendelöl oder Insektenabwehr durch Zedernöl könnte es bald nicht mehr geben. Schuld ist die Biozid-Richtlinie der EU. Diese verlangt eine Überprüfung aller Wirkstoffe in Bioziden. Dazu zählen nicht nur hochgiftige Holzschutzmittel, sondern auch ätherische Öle, die Motten, Stechmücken oder Ameisen vertreiben sollen. Bis Mitte April 2006 hätten die Hersteller mit dicken Dossiers der EU die Unschädlichkeit und außerdem die Wirksamkeit ihrer Wirkstoffe wissenschaftlich beweisen müssen. Das konnte sich keines der kleinen Unternehmen in diesem Nischenmarkt leisten. Nun listet die EU die Wirkstoffe aus. Für manches bewährte Produkt könne die Brüsseler Entscheidung das Aus bedeuten.