Nährstoffe

A B

die Grundbausteine der Nahrung. Dazu gehören Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Enzyme, Mineralien, Spurenelemente und Faserstoffe.

Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, die mengenmäßig in dieser Reihenfolge verzehrt werden sollten, sichern die Energieversorgung des Körpers.

Kohlenhydrate

sind alle Stärke- und Zuckerverbindungen. Nicht-isolierte Kohlenhydrate, enthalten in Getreide und Gemüse, spenden Kraft und Energie. Isolierte Zucker hingegen sind leer und gefährlich für Organe wie z.B. die Bauchspeicheldrüse und Zähne.

Eiweiße oder Proteine

kommen in vielfältiger Form vor. Ihre Grundbausteine sind 20 Aminosäuren, von denen der menschliche Körper nur 12 produzieren kann. Die anderen acht sogenannten essentiellen Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine ausgewogene Mischkost mit verschiedenen Getreiden, Gemüsen und wenig tierischen Produkten garantiert deren Aufnahme.

Fette

liefern die meiste Energie und bestehen aus ungesättigten und gesättigten Fettsäuren. Tierische Fette sind reich an gesättigten, pflanzliche an ungesättigten Fettsäuren. Letztere sind für den Körper wertvoller.

Ein starkes Team

Das Zusammenspiel von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen funktioniert in unserem Körper wie ein harmonisches Orchester, in dem jedes Instrument sich harmonisch in das Gesamtwerk einfügt. Jedes Nährstoffteilchen hat eine bestimmte Funktion, die wiederum eine Kaskade weiterer Reaktionen auslöst. Dabei übernimmt beispielsweise ein einzelnes Vitamin eine ganz bestimmte Aufgabe, die kein anderes Vitamin ersetzen kann. Gemeinsam spielen diese Nährstoffe bei biochemischen Prozessen und Stoffwechselvorgängen häufig als Katalysatoren eine wichtige Rolle.

Vitamine

Der amerikanische Biochemiker Elmer Vernon Mc Collum fing an, die Vitamine nach dem Alphabet zu benennen. Nach und nach stellte sich heraus, dass nicht alle gefundenen Substanzen zu den Vitaminen gehörten und manche sogar eine komplette Vitamingruppe bilden. Wir kennen heute 13 klassische Vitamine, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure, Biotin, Vitamin C, Vitamin D, Vi-tamin E, Vitamin K, Niacin und Pantothensäure. Sie werden nach ihrer Löslichkeit in zwei Gruppen eingeteilt. Von fettlöslichen Vitaminen, das sind A, D, E und K, kann der Körper Reserven für Mangelzeiten anlegen. Wasserlösliche Vitamine lassen sich – mit Ausnahme von Vitamin B12 – nur in geringem Maße speichern. Mit dem chemischen Steckbrief jedes Vitamins machte sich die Pharmaindustrie daran, sie im Labor nachzubauen. Heute können alle 13 Vitamine industriell hergestellt werden, zum Teil mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen.

Alle 13 Vitamine sind von Funktion und Aufbau her unterschiedlich. Sie halten unzählige Körperfunktionen am Laufen und sorgen dafür, dass der Stoffwechsel funktioniert. In den Milliarden von Zellen unseres Körpers spielen sich in jeder Sekunde zahlreiche biochemische Reaktionen ab, die etwa das Zellwachstum in Knochen, Zähnen und Gewebe fördern, aber auch die Abwehrkräfte stärken und Heilungsprozesse anregen. Sie sind wichtig, damit Stoffwechsel und Immunsystem funktionieren, Blutzellen und Hormone gebildet werden, Zellen sich teilen und wachsen, damit aus der Nahrung Energie gewonnen werden kann, die Reizübertragung im Nervensystem klappt und wir beispielsweise gut sehen können.

Einige Vitamine, darunter A, C und E, fungieren als eine Art Polizei im Körper und wirken antioxidativ. Das heißt, sie fangen so genannte freie Radikale ab. Das sind Substanzen, die im Organismus häufig vorkommen und mit Vorliebe mit anderen körpereigenen Stoffen reagieren.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Der Körper baut sie in Zähne, Knochen, Eiweißverbindungen und Hormone ein. Außerdem aktivieren sie Enzyme. In den vergangenen 20 bis 30 Jahren wurden Mineralstoffe intensiver erforscht. Dank immer feiner gewordener Untersuchungsmethoden können die Forscher die Wirkungen der winzigen Mengen in Zellen und Stoffwechsel immer besser studieren. Genau wie die meisten Vitamine kann der Körper Mineralstoffe nicht selbst produzieren, wir bekommen sie über Nahrung und Wasser. Sie machen etwa 0,01 Prozent der Körpermasse aus. Spurenelemente werden oft in einem Atemzug mit Mineralstoffen aufgezählt. Aus gutem Grund: Beides sind Mineralien. Spurenelemente heißen so, weil wir sie in ganz geringen Mengen brauchen und sie schon in Spuren in unse-rem Organismus wirken.

Dass Mineralien wichtig sind, hat der englische Arzt Sydenham schon im 17. Jahr-hundert erkannt. Er behandelte Patienten, die unter Blutarmut litten, mit Eisen. Tatsächlich spielt dieses Mineral beim Sauerstofftransport im Blut eine wichtige Rolle. Mineralien helfen außerdem beim Bau von Zellen und wirken an unzähligen Stoffwechselreaktionen mit. Die wichtigsten Mineralstoffe sind Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor, Chlorid. Zu den wichtigsten Spurenelementen zählen Eisen, Jod, Fluor, Zink, Selen, Kupfer, Mangan, Chrom, Molybdän.