Nitrosamine

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bilden sich aus Nitrit und Aminen vorzugsweise im menschlichen Darm. Gelten als stark krebserregend. Nitrit ist Bestandteil von Pökelsalz, das zum Konservieren von Wurst und Fleisch verwendet wird. So können beispielsweise beim Backen von Pizza mit Schinken und Käse Nitrosamine entstehen. Sie bilden sich im Magen nach dem Genuss nitrathaltiger Lebensmittel. Nitrat wird bei der Verdauung in Nitrit umgewandelt, das im Magen mit Eiweißen und anderen Nahrungsbestandteilen zu Nitrosaminen reagiert.

Nitrosamine können auch über die Haut aufgenommen werden. In Kosmetika gelangen sie durch verunreinigte Rohstoffe oder sie entstehen während der Lagerung, wenn bestimmte Inhaltstoffe miteinander reagieren. Wird zum Beispiel Triethanolamin eingesetzt, das unter anderem für Seifen verwendet werden kann, und gleichzeitig die Konservierungsstoffe Bronopol oder Bronidox, können sich gefährliche Nitrosamine bilden. Die Kosmetikrichtlinie schreibt deshalb für betroffene Ausgangsstoffe eine sorgfältige Lagerung und einen Höchstgehalt an Nitrosamin vor. Die Hersteller müssen durch eine entsprechende Rohstoffauswahl Nitrosaminbildung vermeiden. Labore fanden diese Stoffe in Gummistiefeln und Kondomen. In Latexprodukten sentstehen sie bei der Umwandlung des flüssigen Rohstoffs in elastischen Latex.