Stevia

Naturkost-ABC:
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Der Süßstoff aus der Natur

Mit vollem Namen heißt sie Stevia rebaudiana Bertoni und stammt aus den Wäldern Paraguays. Dort süßen die Guarani-Indianer seit Hunderten von Jahren ihren Mate-Tee mit den lanzenförmigen und fünf Zentimeter langen Blättern der Pflanze aus der Familie der Astern. Entdeckt und beschrieben hat sie der italienische Wissenschaftler Bertoni Ende des 19. Jahrhunderts. Die getrockneten, grünbraunen Stevia-Blätter und das daraus gewonnene Pulver sind etwa 15 mal süßer als Zucker, enthalten keine Kalorien, dafür zahlreiche Spurenelemente. Sie können als Tee aufgegossen oder als Gewürz zum Süßen eingesetzt werden.

Die Süße kommt von der Stoffgruppe der Stevioside, deren Gehalt in den Blättern etwa 10 Prozent ausmacht. Sie lassen sich extrahieren. So entsteht ein weißes Pulver, das etwa 250 mal süßer ist als Zucker. In Japan stellen Stevioside, die dort 1970 auf den Markt kamen, bereits die Hälfte aller Süßstoffe. Eingesetzt wird der natürliche Zuckerersatz auch in mehreren europäischen Ländern und in den USA. Dort war er einige Jahre verboten, weil einzelne, bisher aber nicht reproduzierte Studien, eine fruchtbarkeitsschädigende und Krebs erregende Wirkungen behaupteten. Inzwischen ist Stevia als diätisches Lebensmittel wieder zugelassen.