Die Gründerjahre von 1924 – 1946

Die ersten Alternativen – Bio-Pioniere ebnen den Weg

Auf Rudolf Steiner geht die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise zurück
Auf Rudolf Steiner geht die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise zurück

1924 – eine Gruppe Bauern macht sich Sorgen über die Lebensmittel-Qualität im Gefolge der zunehmenden Kunstdüngung. Sie fragt Rudolf Steiner nach Alternativen für die Landwirtschaft. Der Gründer der Anthroposophie hat bereits für Medizin und Pädagogik ungewöhnliche Konzepte entwickelt. Seine landwirtschaftlichen Impulse begründen die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, die mit energetisch wirkenden selbst hergestellten Präparaten die Bodenfruchtbarkeit steigern und höchste Lebensmittelqualität erreichen kann. Damit ist auch die Grundlage für eine chemie- und kunstdüngerfreie Landwirtschaft gelegt.

1928 wird Demeter als Warenzeichen für biologisch-dynamische Produkte eingeführt – die erste Bio-Marke. Demeter-Lebensmittel gibt es auf Biologisch-Dynamischen Höfen und in Reformhäusern. Die Kunden gehören häufig zur Wandervogelbewegung, einer naturverbundenen Jugendbewegung. Erste Hersteller, die heute noch Bedeutung haben, wie Weleda, Dr. Hauschka/Wala, Beutelsbacher, Voelkel oder Holle entwickeln den Markt. Demeter-Lebensmittel kommen bald auch aus dem Ausland – wie Kaffee von der Finca Irlanda in Mexiko. Die würzigen Bohnen aus der Sierra Madre schätzen Bio-Kunden heute noch.

1931 werden 1.000 Höfe in Deutschland biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Der Demeter-Wirtschaftsverbund wird gegründet.

Ab 1941 sind alle Demeter-Organisationen verboten.

Margret Voelkel gehört zu den Pionieren von damals. Als Studentin schon Anfang der Zwanziger Jahre bekennt sie sich zu emanzipatorischen Gedanken. Mit ihrem Mann Karl sucht sie nach freien, neuen Lebensformen und schließt sich einer Siedlungsinitiative an. Ohne einen Pfennig Startkapital gründen die beiden nach dem Krieg eine Mosterei – heute heißt das Unternehmen Voelkel KG und wird von Enkel Stephan Voelkel geführt, der den Bio-Markt mit immer neuen Saftkreationen überrascht.
Stephan Voelkel ist heute Chef des Unternehmens Voelkel KG. Seine Großmutter Margret Voelkel gehörte zu den Pionieren von damals. Als Studentin schon Anfang der Zwanziger Jahre bekennt sie sich zu emanzipatorischen Gedanken. Mit ihrem Mann Karl sucht sie nach freien, neuen Lebensformen und schließt sich einer Siedlungsinitiative an. Ohne einen Pfennig Startkapital gründen die beiden nach dem Krieg eine Mosterei.

1946 beginnt die Aufbauarbeit. Der Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise wird gegründet.

Margret Voelkel gehört zu den Pionieren von damals. Als Studentin schon Anfang der Zwanziger Jahre bekennt sie sich zu emanzipatorischen Gedanken. Mit ihrem Mann Karl sucht sie nach freien, neuen Lebensformen und schließt sich einer Siedlungsinitiative an. Ohne einen Pfennig Startkapital gründen die beiden nach dem Krieg eine Mosterei – heute heißt das Unternehmen Voelkel KG und wird von Enkel Stephan Voelkel geführt, der den Bio-Markt mit immer neuen Saftkreationen überrascht.